Zum Bild: Via Dolorosa, Jerusalem

Gewalt ist nicht sein Weg

 

Lied des Tages: Dort am Kreuz 

 

https://www.youtube.com/watch?v=oSmubI8L2nw

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jesus ging mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. Auch Judas, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.

  • Der Garten Getsemani, einst ein Ort der freundschaftlichen Zusammenkunft, wird nun zu Jesu Schicksalsort.
  • Jesus, du hast Angst und bis verzweifelt. Nichts ist selbstverständlich.
  • Du bist zwar noch körperlich bei deinen Jüngern, aber im Geiste, beim Beten, schon beim Vater. Das allein vermag dir Kraft zu geben.

Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohepriester und der Pharisäer und kam dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es.

  • Jesus, als sie kommen, um dich zu verhaften, wirkst du nicht mehr verzweifelt oder aufgelöst. Ruhig und präzise begegnest du deinen Feinden.
  • Selbst beim Anblick der Waffen, die erahnen lassen, welche Folter dich erwartet, duckst du dich nicht. Frei heraus gibst du dich zu erkennen.
  • Jesus, mir fallen tausend Kleinigkeiten ein, in denen ich mich vor Verantwortung gedrückt habe. Ich bitte dich: gib mir auch Anteil an deiner Kraft, dass ich zu meinen Licht- und vor allem zu meinen Schattenseiten stehen kann!

Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese gehen! So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast.

  • In diesem dunklen Moment, in dem Jesus sicher jede menschliche Unterstützung gebrauchen könnte, schont er seine Freunde sogar noch. Sie sollen nicht auch Opfer des Unrechts werden…

 

Simon Petrus, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, traf damit den Diener des Hohepriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab […]. Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat – soll ich ihn nicht trinken?

  • Petrus kann das offenbar nicht hinnehmen, hilflos versucht er für Jesus einzustehen, indem er zum Schwert greift.
  • Er hat so wenig verstanden: Jesus, Gewalt ist nicht dein Weg!
  • Wie oft ist es mir schon so ergangen? Ich konnte Dinge nicht erwarten, war zu ungeduldig, konnte keinen tieferen Sinn erkennen und wollte mit Gewalt etwas ändern… Jesus, du zeigst mir, was wahres Gottvertrauen ist: du kannst den Kelch trinken, weil auf Gottes Gerechtigkeit Verlass ist.

 

Sie übernahmen Jesus. Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Gólgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn […]. Pilatus ließ auch eine Tafel anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden.

 

Gebet nach Ps 31

Herr, in deiner Hand steht meine Zeit;
entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!

Wie Jesus will ich beten, hoffen und aushalten können.

Im Psalm lese ich: Euer Herz sei stark und unverzagt,
ihr alle, die ihr den Herrn erwartet.

Jesus, ich sehne mich nach deinem Kommen,
nach der Gerechtigkeit und Liebe, die alles heilt!

Amen.