Zum Bild: Verklärungs-Kirche auf dem Berg Tabor

Ein Hoch auf das Leben!

 

 

Lied des Tages:

So hoch der Himmel ist

 

https://www.youtube.com/watch?v=4OFh3__uaPI  

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Mágdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.

  • Als die zwei Frauen im Morgengrauen zum Grab Jesu kommen, bebt die Erde.
  • Ich denke dabei unweigerlich an den Karfreitag und das Erdbeben bei der Sterbestunde Jesu.
  • Als gläubige Juden muss den Frauen klar gewesen sein, dass hier etwas göttliches passiert: Schon im Alten Testament gehen Gottesbegegnung oft mit einem Erdbeben und einem Gewitter einher und rufen bei den betroffenen Menschen Angst und Schrecken hervor.

 

[…] Der Engel […] sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen […].

  • Der Gottesbote sieht sofort, was die Frauen bewegt. Er sieht ihre guten Absichten, aber vor allem ihre Angst vor dem, was da gerade passiert.
  • Und bevor die Frauen sich erneut sorgen können, wer denn den toten Jesus weggenommen haben könnte, erfahren sie es gleich: Jesus ist von den Toten auferstanden! 
  • Jesus, in den überraschten und vielleicht ungläubig dreinblickenden Gesichtern der Frauen sehe ich auch mich. Wie der Engel den beiden das leere Grab zeigt, zeigst du mir immer wieder in kleinen Dingen und Begegnungen, was Auferstehung heißt…

 

Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! […] Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen. (Mt 28, 1–10)

  • Nach dieser Begegnung machen sich die Frauen auf den Rückweg. Ihre Gefühle fahren Achterbahn… wie unglaublich wunderbar wäre es, wenn Jesus wirklich auferstanden ist? Aber was, wenn sich nur jemand einen bösen Scherz erlaubt hat und seinen Leichnam doch gestohlen hat…? Oder wenn sie sich das alles nur eingebildet haben?
  • Jesus, was für eine Erlösung muss es für die Frauen, deren Gedanken unterwegs wie wild im Kopf gekreist haben, gewesen sein, dich leibhaftig auferstanden vor sich zu sehen!
  • Du hast die erlösende Botschaft, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, zuerst den treuen Frauen zugesagt. Erst danach erfahren es die Jünger, die vor deinem Leiden noch vollmundig ihr Leben für dich geben wollten…
  • Jesus, deine Botschaft soll für immer in meinem Herzen eingeschrieben sein: Fürchtet euch nicht! Hab keine Angst, denn der Tod ist nicht das Letzte, das Leben setzt sich durch! Immer. Ein Hoch auf das Leben, wir sind erlöst, halleluja!

 

Gebet nach Dan 3,77 und Ps 150

 

Jesus, du bist von den Toten auferstanden,

hast Sünde und Tod überwunden.

Mein Herz ist voller Freude darüber!

Ich danke dir so sehr,

was du alles für mich durchlitten und verwandelt hast!

 

Ich bitte dich an diesem Ostertag:

Sei bei Allen, die schwer beladen, krank, traurig oder allein sind.

Mach auch ihr Herz leicht, heile, wandle und erlöse sie!

 

Dann wollen wir heute alle gemeinsam singen:

Preist, ihr Quellen, den Herrn,

lobt und erhebt ihn in Ewigkeit!

Alles, was Atem hat, lobe den Herrn!

Singt zu seiner Ehr!

 

Amen.